Montessori-Aktivitäten mit Dingen, die man zuhause hat

Montessori-Aktivitäten mit Dingen, die man zuhause hat
Photo by Carrie Allen www.carrieallen.com / Unsplash

Als ich mit Hermine schwanger war, bin ich zufällig auf das Montessori-Konzept gestoßen, was mich direkt ansprach. Je mehr ich mich damit beschäftigte, desto klarer wurde: So will ich das mit Hermine auch machen!

Und so versuchen wir von Anfang an den Umgang mit ihr, unsere Kommunikation mit ihr und unser Zuhause nach Montessori auszurichten. Das klappt mal mehr, mal weniger 😅.

Was macht man da eigentlich genau?

In der Montessori-Pädagogik wird das Kind als individuelle, eigenständige und respektable Person angesehen. Ganz nach dem Leitsatz "Hilf mir, es selbst zu tun", soll durch spielerisches Lernen das Selbstvertrauen der Kinder gestärkt werden.

Die Montessori-Materialien beziehen sich deshalb auch auf alltägliche Aktivitäten, wie beispielsweise sich selbst aus einem Kännchen Wasser einschenken, das Geschirr abwaschen, sich Essen selbst zubereiten etc. Die Aktivität sollte natürlich altersgerecht sein, denn das Kind will weder über- noch unterfordert werden.

Ein wichtiger Aspekt dieses Ansatzes ist, dass Kinder gemäß ihren Interessen lernen dürfen. Bei so kleinen Zwergen wie Hermine heißt das einfach, dass sie selbst entscheiden darf, womit oder was sie spielen will, ohne dass wir ihr eine Aktivität aufzwingen, auf die sie grad gar keinen Bock hat. Bei neuen Materialien mache ich ihr vor, wie sie funktionieren und lasse es sie dann selbst ausprobieren.

Ich bin immer wieder überrascht, was sie alles kann, wenn man sie nur lässt. Oft passiert es mir, dass ich ihr Sachen abnehme, die sie eigentlich schon selbst kann. Zum Beispiel kann sie sich komplett allein Jacke, Mütze, Schal und Shuhe anziehen, wenn ich ihr die Zeit dazu gebe. Sie schmiert sich auch ihr Toast selbst, schenkt sich Milch ein, putzt sich die Zähne oder wäscht sich Obst ab. Ich muss sie nur machen lassen 😃.

Buchtipp

Ich halte mich an diese beiden Bücher. Mehr brauche ich nicht, denn da steht alles Wichtige drin und sie sind super liebevoll geschrieben. Das erste Buch der Reihe ist das Das Montessori Baby: Geborgen und mit offenen Sinnen ins Leben starten* und sobald dein Baby kein Baby mehr sondern schon ein schnuckeliges Kleinkind ist, kriegst du viele Tipps im zweiten Buch Montessori für Eltern: Wie Kleinkinder achtsam und selbstständig aufwachsen.*

Alles, was man über Montessori wissen will

4 Montessori-Aktivitäten, die wir gerade zuhause machen

Als Hermine noch kleiner war, hatten wir ein paar gekaufte Montessori-Spielzeuge, die ich als frisch gebackene Mama unbedingt haben wollte. Damals war mir noch nicht klar, dass wenn ich so weiter machen würde, wir bald ein Vermögen für dieses wunderschöne Holzspielzeug ausgeben würden 😅. Deswegen bin ich mittlerweile auf DIY umgestiegen. Außer ich sehe ein wirklich tolles Spielzeug, das Hermine Freude bereiten und sie auch für mehrere Wochen beschäftigen würde. Dann kaufe ich es und denk mir, ich kann's ja später wieder verkaufen.

Typisch für Montessori-Materialien ist, dass sie aus natürlichen Materialien, minimalistisch gestaltet sind, also ohne Schnick-Schnack, und dass sie so aufgebaut sind, dass das Kind selbst entdecken kann, wie sie funktionieren.

  1. Mit dem Löffel schaufeln

Hermine schaufelt Mais von einer kleinen Schüssel in die andere. Sie hat sich für diesen Löffel entschieden, aber es geht auch mit einem normalen Esslöffel. Für diese Aktivität ist sie eigentlich schon zu groß, aber ich glaube, der Sound des Mais und diese Einfachheit der Aktivität beruhigen sie auf eine gewisse Weise 😅.

2. Farben sortieren

Okay, eigentlich wollten wir diese Aktivität auch am Tisch machen, aber Hermine hat erst alle Filzkugeln auf den Boden gepfeffert und bestand darauf, dass wir dort weitermachen. Sie sortiert sie die Filzkügelchen nach Farben. Ich habe dafür so eine kleine Pinzette, die die Feinmotorik fördern soll, die scheint für Hermine aber noch zu schwer zu sein.

3. Bilder zuordnen und einsortieren

Dieses wunderschöne Holzspielzeug habe ich bei Vinted gefunden und Hermine spielt da tatsächlich sehr oft mit. Es fördert, Farben und Objekte richtig zu erkennen und zuzuordnen. Das Tolle ist, wenn sie eins von diesen Holzquadraten falsch einsortiert hat, kann sie die Palette selbst öffnen, es herausnehmen und nochmal versuchen.

4. Falten

Hier lernt Hermine zu falten. Ich habe einen Waschlappen von dm genommen und ihn da markiert, wo wir ihn falten. Ich zeige ihr die Faltungen entlang der Markierung mehrere Male ohne dabei zu sprechen und anschliessend versucht sie es selbst. Sobald sie die Faltungen kann, üben wir Kante auf Kante zu falten, obwohl das ja gar nicht so wichtig ist 🙂.

💜

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